Wir können sie aber verstehen lernen und somit behutsam unsere Eigenkompetenz wiedererlangen. Der Therapeut arbeitet in dieser Therapieform eher lösungs- als problem-bezogen und richtet den Fokus mehr auf die Gegenwart, auf die Kompetenzen des Klienten.
Er schaut vor allem auf Folgendes:
- Wie ist das Problem/Symptom vor dem Hintergund der aktuellen Beziehungen des Klienten zu verstehen? Welche Funktion hat es da?
- Warum tritt es gerade jetzt auf?
- Wo liegen die Ressourcen des Klienten? Welche Fähigkeiten führen ihn aus der Problematik heraus?
Ein schönes Bild hierfür: Der Klient hat selber den Schlüssel zur Lösung, der Therapeut muss lediglich (ein wenig) beim Suchen helfen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Therapien können die Sitzungen in unregelmässigen und oft grösseren Abständen erfolgen. Dies wird flexibel an den Bedarf den Klienten angepasst. Das Wesentliche geschieht nicht in den Sitzungen, sondern dazwischen - wenn Neues ausprobiert und eingeübt wird.
Aufgrund der relativ geringen Anzahl von Sitzungen ist eine solche Kurztherapie auch eine Alternative für Klienten, die nicht privat oder zusatzversichert sind.
Diese Therapieform eignet sich für viele Beschwerdebilder, stellvertretend seien nur einige genannt:
- Emotionale Störung
- Depressive Verstimmung
- Beziehungskonflikte
- Krisenbewältigung u.a.
Einschränkungen gibt es relativ wenige, ein akuter psychotischer Schub wäre z.B. eine solche. Diese und andere Fragen lassen sich in einem Erstgespräch klären, das darüber hinaus auch dazu dient, festzustellen, ob man “miteinander kann“, was entscheidend für den Erfolg der Therapie ist.